Antonio Pigafetta

Berichte von einer phantastischen Reise und die Erde.

War es Abenteuerlust? Hatte sein Geburtsjahr 1492, das Jahr, in dem Kolumbus Amerika entdeckte, seinen Weg bestimmt? Oder war es der Familie Pigafetta mitgegeben, phantastische Reisen zu begleiten und darüber zu berichten? Denn auch seine Brüder verfassten Berichte über ihre Reisen in den Orient, nach Afrika oder ins Osmanische Reich.

Als er 1519 als Mitglied einer päpstlichen Gesandschaft zur Reise an den königlichen Hof Spaniens aufbrach, wusste Antonio Pigafetta noch nichts von den Plänen Magellans, mit einer Flotte von fünf Schiffen zu einer Reise ins Unbekannte aufzubrechen mit dem Ziel, in Richtung Westen einen Weg zu den Gewürzinseln zu finden, die Reichtum und Ansehen versprachen.

Versehen mit der Erlaubnis des Königs, an der Reise teilzunehmen, ging Pigafetta im September 1519 an Bord eines der Schiffe und damit auf eine Reise. Kein Mitglied der Besatzung wusste, wohin sie führen wird, welche Entdeckungen sie machen werden, wie lange sie unterwegs sein werden und ob sie Spanien jemals wiedersehen werden. Dass ausgerechnet Pigafetta, der eigentlich ohne konkreten Auftrag an Bord war, einer der wenigen ist, die in die Geschichte eingehen und in Erinnerung bleiben werden, konnte niemand voraussehen.

Sie waren schon mehr als ein Jahr unterwegs - ein Teil der Besatzung wollte mittlerweile umkehren und zurückreisen -, als Magellan die erhoffte Route durch die später nach ihm benannte Magellanstrasse fand und damit den Weg um Südamerika herum auf den offenen Pazifik, über den sie tatsächlich die Gewürzinseln fanden. Viel weiter als von ihnen berechnet war die Strecke und mehr als einmal waren sie dem Hungertod nahe. Fast drei Jahre dauerte die Reise für diejenigen, die am Ende den Weg zurück nach Spanien fanden. Dass sie dabei die Erde umrunden würden, vermutlich als erste Menschen überhaupt, war nie geplant oder beabsichtigt, sondern den Umständen geschuldet - darunter der Flucht vor den Portugiesen, in deren Machtbereich sie eingedrungen waren und die um ihren exklusiven Zugriff auf die Schätze Indiens fürchteten.

Magellan hatte längst den Tod gefunden. In einem Kampf, dessen Notwendigkeit und Erfolgsaussichten bis heute fragwürdig erscheinen, erlag er den Pfeilen der Einheimischen, die auf die Eindringlinge geschossen wurden. Überhaupt kamen von den seinerzeit etwa 240 Mann an Bord und von den einst 5 Schiffen nur etwa 90 und nur ein einziges Schiff, die Victoria, nach Hause.

Antonio Pigafetta führte während der gesamten Reise ein Tagebuch. Ihm und seinen Schilderungen verdanken wir die lebendigen Berichte, Landkarten und Schilderungen des mühsamen und gefährlichen Lebens an Bord der Flotte. Auch wenn sein Tagebuch im Original verschollen ist, haben Abschriften und Kommentierungen die Jahrhunderte überlebt. Sie sind Zeugnisse des abenteuerlichen Lebens des Antonio Pigafetta und seiner phantastischen Erlebnisse in den 3 Jahren seiner Reise um die Erde.

Quellennachweise - wertvolle Anregungen, Beiträge und Informationen verdanken wir:

  • Christian Jostmann: “Magellan - oder die erste Umrundung der Erde” (Beck-Verlag)
  • Wikipedia

Der Buchtipp:

Antonio Pigafetta: "Mit Magellan um die Erde"

Nehmen Sie Teil an der ersten Weltumseglung, kommen Sie an Bord der “Victoria”, eines der fünf Schiffe, mit denen Magellan die Reise ins Ungewisse begann und folgen Sie dem Augenzeugenbericht von Antonio Pigafetta.

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