Geschichte wird zu Geschichten

Im Seitenfluss entlang von Sein und Dasein

Auch im 21. Jahrhundert, in dem die Menschheit mittlerweile nach der von ihr und für sie geschaffenen Zeitrechnung angekommen ist, ist ihr Dasein von denselben Ideen, Werten, Zielen, Versuchen und Hoffnungen begleitet, wie seit wenigstens einigen tausend Jahren zuvor. Und ebenso lange begegnet sie immer wieder denselben Problemen, denselben Konflikten bis hin zu demselben Scheitern, aus deren Erfahrung sie Lösungen für ihr künftiges Handeln zu finden versucht.

Es sind herausragende gedankliche Leistungen erbracht worden, Schriften verfasst und Verfassungen geschrieben worden, deren grundlegende Ideen früher wie heute Gültigkeit hatten und unser heutiges Denken und Handeln mit ihren langen Linien noch genauso lenken, wie es in der Vergangenheit war. Das ist einerseits Beweis für die einzigartige Fähigkeit des Menschen, sich seiner selbst und seines Daseins bewusst zu sein und daraus Folgerungen zu ziehen, die der Weiterentwicklung des Menschen dienen sollten. Andererseits stellt sich angesichts der Bilanz der langen Zeit des Sichbewusstseins und Begreifens, der Versuche, in Herrschaftsformen, Religionen und Ideologien Lösungen zu finden, die Frage, ob der Mensch zwar erkennen und wissen kann, wie er sein Dasein vorteilhafter gestalten könnte und müsste, er diese Erkenntnis aber nicht in die Tat umsetzen kann.

Die langen Linien und Wirkungen des Denkens, der Erkenntnis, des Selbstbewusstseins des Menschen sind mehr und mehr verdrängt worden durch die Aufgeregtheit des, oft banalen, Alltäglichen. Sie haben aber nichts von ihrer Gültigkeit und Wirksamkeit verloren. Das Geschehen eines Tages bahnt einem Thema den Weg in den Vordergrund, gibt ihm für kurze Zeit unangemessene Größe und Relevanz. Aber es hat nicht die Kraft, den seit Jahrtausenden durch die Geschichte der Menschheit mäandernden Fluss aus Ideen und Erkenntnissen umzuleiten, die als Grundlagen und Leitplanken des Daseins, des Bewusstseins und des Strebens des Menschen nach einem guten und gerechten Leben sein Denken und Handeln. Die langen Linien der Ideen und Erkenntnisse haben nichts von ihrer Kraft verloren. Sie wirken beständig und womöglich solange weiter, bis die Menschheit sich die grundlegenden Fragen ihres Daseins abschließend hat beantworten können – sofern es ihr eines Tages gelingen wird.

Mit unseren Geschichten aus der Geschichte möchten wir in einer leichten Weise und ohne den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit Ideen, Erkenntnisse, Ereignisse, Personen und Orte in Erinnerung rufen, eigene Gedanken anbieten und anregen, das ein oder andere Thema aufzunehmen und mit eigenen Überlegungen weiterzuentwickeln. Den Gedanken ihren Lauf zu lassen ist Ausdruck von Freiheit und selbstbestimmtem Leben. Manch ein Gedanke führt zum Schreiben und entfaltet sich dabei immer tiefer und breiter, bis er einmündet in den verlässlich vor sich hin mäandernden Fluss von Sein und Dasein in der weiten Landschaft der Geschichte der Menschheit.

Geschehen

Gedanken zu und Sichtweisen auf ausgewählte Ideen, Ereignisse, Entdeckungen, Entwicklungen und anderen Themen entlang des Weges der Menschheit durch ihre Geschichte, ihre Philosophien, ihre Religionen, Macht und Machtverlust, Wertesysteme und Ideologien, den Gewinn und Verlust von Freiheit, die Frage nach dem Sinn des Daseins. Das Handeln des Menschen in jeder Zeit seines Daseins hat seinen weiteren Weg bereitet und Wirkung bis heute. Das Streben nach Recht und Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit untereinander und im Verhältnis zwischen Mensch und Staat ist die lange Linie, die sich durch alle Jahrhunderte und Jahrtausende zieht. Was hat all das bedeutet, was hat all das bewirkt und welchen Weg könnte die Menschheit nehmen? Folgen Sie dem Fluss der Gedanken.

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Personen

Menschen bestimmen und gestalten, neben den natürlichen Einflüssen, den Weg des Menschen. Darin unterscheidet er sich von allem anderen Leben, das rein den Gesetzen der natürlichen Auslese folgend entsteht, besteht und vergeht. Sich seiner selbst bewusst werdend, konnte der Mensch seine Lebenswelt gestalten und sich ihrer bedienend in Übereinkunft oder Wettstreit untereinander treten. Zahllose Herrscher, weltliche und religiöse, Denker, Wissenschaffende, Entdecker und Bewahrer aus der Geschichte des Menschen sind uns heute noch bekannt. Viele, deren Spuren nicht mehr zu sehen sind, haben den Weg des Menschen ebenfalls bereitet und gestaltet. Manche von ihnen wollten wir näher kennenlernen und unsere Gedanken zu ihrem Leben und Wirken in ihrer Zeit und auf die Zeit danach fliessen lassen.

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Orte

Wie die Menschheit, so sind auch die Stätten, an denen sie leben und wirken konnte, von vorübergehender Dauer. Zentren des menschlichen Daseins sind errichtet worden und wieder untergegangen - durch natürliche Katastrophen, durch katastrophalen Umgang des Menschen mit seiner Lebensumwelt, durch Schlachten, Eroberungen und Zerstörung durch den Menschen selbst. In breiter Erinnerung geblieben sind oftmals die Orte, an denen in ihrem Ausmaß große Ereignisse stattfanden. Heute weniger präsent sind zahllose kleine Orte, an denen aber Entdeckungen gemacht, Begegnungen stattfanden, Entscheidungen getroffen oder Gedanken entwickelt wurden, die dem Fluss der Geschichte der Menschheit eine neue Richtung gegeben haben. Nehmen Sie Teil an unserer Entdeckungsreise!

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