Einst wurde der Mensch in die natürliche Welt geworfen - in eine Welt, die lange vor ihm schon da war, in eine Welt, die lange nach ihm noch da sein wird. Die Natur bot ihm die Möglichkeiten zu leben, zu überleben und sich zu entwickeln. Zugleich stellte sie ihn vor die Gefahren, die sein Leben, Überleben und seine Entwicklung bedrohten.
Zu allen Zeiten seines Mäanderns durch Sein und Dasein musste sich der Mensch entscheiden zwischen dem Bewahren seiner Lebenswelt, in der er ein Lebewesen gleichberechtigt unter vielen anderen ist, und dem Benutzen, Verändern und Beschädigen der natürlichen Lebensgrundlagen zu seinem Wohl und Vorteil.
Anders als alle anderen Lebewesen und aufgrund der ihm gegebenen Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst zu sein, gelangte der Mensch zu den Fragen, warum er auf der Erde ist, was der Sinn seines Daseins ist und was die Möglichkeiten, die Ziele und die Grenzen seines Wirkens sind. Wo ist sein Platz in einer Welt, auf die er angewiesen ist und die er zugleich zu beherrschen glaubt?
Ideen, Versuche, Hoffnungen und Zweifel führten zu Erfolgen und zu Scheitern. Phantasie, Freiheit und Wissen brachten Grossartiges hervor, das Bestand hatte oder wieder in Vergessenheit geraten ist. Gier, Neid, Missgunst und das Streben nach Überlegenheit und Macht lösten einen fortwährenden Kreislauf aus Zerstörung des Erreichten und Neuanfang aus. Mit diesem Nebeneinander von Licht und Schatten der eigenen Existenz ist kein anderes Lebewesen konfrontiert.
Der Fluss des menschlichen Daseins zieht sich mäandernd durch die natürliche Lebenswelt. Und inmitten aller Widrigkeiten des Miteinanders von Mensch und Natur zeigt er die langen Linien und Wirkungen des Denkens, der Erkenntnis, des Selbstbewusstseins des Menschen. Sie sind die nicht sichtbaren, aber empfundenen Grenzen, die der Mensch bewusst oder unbewusst respektiert, die seiner Suche nach Sinn, seinem Streben nach Mehr, seinem Dasein Struktur und Halt geben.
Innerhalb dieser Grenzen hat der Mensch zu allen Zeiten Wertvolles und Schönes erkannt, erdacht und geschaffen. Zu diesen Fundstücken gehören Bücher, Bilder, Gedanken, Geschichten, an die wir erinnern möchten. Entlang des Seitenflusses finden Sie unsere Auswahl und unsere Gedanken dazu.
Sie sind eingeladen zu einem Strandgespräch am Seitenfluss, in dem wir miteinander ins Gespräch kommen zu Ihren, zu unseren und zu Gedanken, die sich daraus entwickeln mögen. Schreiben Sie uns gern und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob unsere Strandgespräche bisher unbeschriebene Seiten füllen.
Beginnend 2.000 Jahre v. Chr. und damit über einen Zeitraum von 4.000 Jahren hinweg zeichnet Anne Cheng in ihrem Werk die Grundlagen und die Entwicklungen des Denkens und Handelns im China seiner jeweiligen Zeit nach.
Direkt zur Seitenfluss - RezensionKann und darf es in einer freien Gesellschaft überhaupt abweichende Meinungen geben oder wird dieser Begriff in missbräuchlicher Weise verwendet?
Direkt zum GedankenflussDer Freiheit menschlicher Phantasie ist keine Grenze gesetzt. Sie ist Quelle immer neuer Gedanken, immer neuer Ideen, immer neuer Ziele, aber auch der Rückbesinnung auf den Wert früherer Resultate menschlichen Denkens und Handelns. Freiheit bietet die Weite und Grenzenlosigkeit, ohne die es nicht die Vielfalt und den Reichtum an Gedankengängen gäbe, aus denen die glitzernden Flusskiesel entstanden sind, mit denen die Menschheit seit ihren frühesten Zeiten Emotionen zum Ausdruck bringt und in den Strom der Ideen einbringt: Texte, Bilder und Töne.
Wir möchten uns entlang des Seitenflusses auf geschriebene und gemalte Gedanken konzentrieren und eine Auswahl an Büchern, Bildern und Gedankengängen vorstellen - erzählte und eigene. Alle sind Teil der Geschichte der Menschheit - im Großen und im Kleinen - und alle bieten die Möglichkeit, sie mit eigenen Überlegungen zu interpretieren, weiterzuentwickeln oder sie als Anlass zu eigenen, ganz neuen Ideen anzunehmen.